Kasino Ablenkungen und Sucker Plays

In immer mehr Kasinos sind die Spieltische mit zusätzlichen Wettfeldern, also speziellen Stellen auf dem Filz ausgestattet, an denen Spieler Nebenwetten platzieren können. Nebenwetten werden angeboten, um Spielern mehr Spaß zu bieten und ihnen mehr Gewinnmöglichkeiten zu bieten – im Endeffekt werden sie angeboten, um das Spiel für das Kasino profitabler zu machen. Die Gewinnquoten sind stets furchtbar.

Versicherung & Even Money

Eine häufige Nebenwette, die von praktisch jedem Kasino angeboten wird, ist die Option, sich zu „versichern“ oder „even money“, also ein Auszahlungsverhältnis von 1:1, zu wählen, wenn der Dealer ein Ass zeigt. Eine Versicherung kostet einem Spieler die Hälfte des Einsatzes und wird im Verhältnis 2:1 ausgezahlt (d. h. man erhält den ursprünglichen Einsatz zurück), wenn der Dealer einen Natural Blackjack hat. Um fair zu sein, sollte eine Wette im Verhältnis von 2:1 eine Gewinnchance von 1 zu 3 haben – doch es besteht nur eine Gewinnchance von 4 zu 13, wodurch die Spielbank einen Vorteil von 2,6 % erreicht.

Even Money ist ein Angebot, eine Auszahlung von 1:1 auf seinen Blackjack zu wählen und nicht das übliche Verhältnis von 3:2. Im Grunde ist es genau das gleiche: man verliert 33,33 % des Gewinns auf eine Gewinnchance von 30,7 % und gibt dabei der Spielbank auf lange Sicht gesehen denselben Profit von 2,6 %.

Die einzige Ausnahme ergibt sich durch das Kartenzählen. Dadurch erhält man eine grobe Schätzung der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei der Lochkarte des Dealers um eine Zehn handelt – und wenn diese Wahrscheinlichkeit sich auf 33,3 % erhöht, werden sowohl die Versicherung als auch Even Money zu fairen Gewinnquoten.

Over-Under 13

Hierbei handelt es sich um eine weitere, häufig angebotene Nebenwette, bei der bei einem Auszahlungsverhältnis von 1:1 darauf gesetzt wird, dass die ursprüngliche Hand des Spielers über oder unter 13 Punkte liegt (Asse zählen bei diesen Wetten als 1 Punkt). Obwohl die Wahrscheinlichkeit, darüber („over“) zu liegen, etwas höher ist als die Wahrscheinlichkeit, darunter („under“) zu liegen, verlieren Hände, die genau bei 13 liegen, automatisch. Somit erhält die Spielbank unabhängig von Ihrer Wette einen Vorteil von 8,28 %.

Dealer-/Spieler-Blackjack

Eine weitere, häufig angebotene Wette, bei der bei einem Verhältnis von 7:1 darauf gesetzt wird, dass entweder der Dealer des Spielers (jedoch kein anderer Spieler) bei der nächsten gespielten Hand einen Blackjack haben wird. Das Verhältnis wird auf 15:1 erhöht, wenn man darauf setzt, dass (ausschließlich) der Spieler oder der Dealer einen Blackjack haben wird. Da nur eine Wahrscheinlichkeit von 4,73 % besteht, dass überhaupt ein Blackjack gezeigt wird, geht der Vorteil der Spielbank bei dieser Wette gegen 10 %.