Gepflogenheiten im Kasino

Die meisten Spielabläufe an Blackjack-Spieltischen werden äußerst streng gehandhabt: Sie werden auf bestimmte Art und Weise durchgeführt, um einen reibungslosen Ablauf und Sicherheit zu gewährleisten. Für das Kasinopersonal und regelmäßige Spieler sind sie gang und gäbe – doch wenn man gerne genauer über Dinge Bescheid weiß, interessiert man sich bestimmt für die Details.

Eröffnen des Spieltisches

Das Eröffnen eines Spieltisches erfordert zwischen zwei und vier Personen: einen Dealer, einen Pit Boss, eine Aufsichtsperson und eine Sicherheitskraft – die beiden letzten sind optional.

Der Pit Boss schließt die Jetonablage (die viele Jetons enthält) sowie eine Schublade oder einen Koffer mit der Ausrüstung (wie z. B. Kartenschlitten, Schneidekarte und Kartenablage) auf. Der Pit Boss und vielleicht der Dealer oder eine der anderen anwesenden Personen inspizieren jedes Teil der Ausstattung, um zu überprüfen, ob alles ordnungsgemäß funktioniert und keine Karten vom vorherigen Spiel übrig sind.

Anschließend wird der Deckel der Jetonablage entfernt und das Geld des Spieltisches gezählt und überprüft. Einer oder mehr Stapel Jetons wird entfernt und auf dem Tisch gezählt, um ihren Wert zu überprüfen („prove“). Sobald diese Jetons wieder in der Ablage sind, können sie als Maßstab für andere Stapel verwendet werden. Der Dealer und der Pit Boss gleichen die Gesamtsumme gegen den Bestandsschein ab, der beim letzten Schließen des Spieltisches erstellt wurde. Ein neuer Bestandsschein wird ausgefüllt, unterzeichnet und in die Drop Box geworfen.

Es wird die Anzahl an neuen Kartenspielen an den Spieltisch gebracht, die für das Spiel benötigt wird. Der Pit Boss inspiziert die Siegel, bevor der Dealer die Erlaubnis zum Öffnen erhält. Beide inspizieren die Karten auf der Vorder- und Rückseite, um zu gewährleisten, dass die Kartenspiele vollständig sind und keine Karten manipuliert wurden. Hierbei könnte es sich um Markierungen handeln, nach denen sich die Karten identifizieren lassen, wenn sie verdeckt auf dem Tisch liegen.

Anschließend wird der Deckel der Ablage vom Tisch entfernt und die Kartenspiele werden ausgebreitet. Hier bleiben sie solange, bis die Spieler am Spieltisch sitzen und das Spiel beginnt.

Wechseln von Bargeld und Jetons

In manchen Kasinos ist es Spielern nicht erlaubt, Bargeld einzusetzen. Und selbst wenn es erlaubt ist, sollten Spieler mit Jetons spielen. Es liegt etwas Wahres in der Behauptung, dass dies so gehandhabt wird, da Spieler mit Jetons einsatzfreudiger sind als mit Bargeld, doch der Hauptgrund ist Sicherheit: Es ist leichter, den Wert eines Jetonstapels mit verschiedenen Farben zu sehen, als einen Stapel Geldscheine derselben Farbe – vor allem aus größerer Entfernung oder mit einer Kamera.

Falls Geldscheine akzeptiert werden, breitet der Dealer sie fein säuberlich auf dem Tisch aus, sodass sie von der Kamera aufgezeichnet werden können. Die meisten Geldscheine werden in vier Fünferreihen ausgelegt. Falls die Geldscheine nicht alle denselben Wert haben oder mehr als 25 Geldscheine desselben Werts vorhanden sind, überprüft der Dealer sie in mehreren Schritten. Scheine werden in Schichten über andere Scheine gelegt und jede Schicht sichtbar überprüft.

Falls eine Transaktion einen bestimmten Wert übersteigt (in der Regel 100 USD), muss der Dealer die Zustimmung des Pit Bosses einholen. Wenn die Summe hoch ist, muss der Pit Boss an den Spieltisch kommen und sichtbar die Geldscheine überprüfen, die der Dealer bereitgelegt hat.

Die korrekte Summe der Jetons wird von der Ablage genommen und in Fünferstapeln platziert (außer 25-USD-Jetons, die in Viererstapeln platziert werden). Es kann sein, dass der Dealer den Spieler fragt, welche Jetonwerte er bevorzugt. Oftmals wird diese Entscheidung jedoch durch die Tischlimits offensichtlich. Nachdem die Geldscheine gestapelt und in die Drop Box geworfen wurden, schiebt der Dealer die Jetons zum Spieler.

Wenn ein Spieler eine Jeton-für-Jeton-Transaktion anfordert, wird derselbe Ablauf wie für eine Bargeld-für-Jeton-Transaktion befolgt. Der Dealer stapelt und überprüft sowohl die Jetons des Spielers als auch die, die zum Wechseln angeboten werden, holt beim Übersteigen einer bestimmten Summe die Erlaubnis ein und platziert die Jetons des Spielers in die Ablage, bevor die gewechselten Jetons zum Spieler geschoben werden. In einigen Kasinos dürfen die Dealer nur einen Wert pro Transaktion umwechseln und müssen zuerst 1 USD in 5 USD wechseln, dann 5 USD in 25 USD usw.

Ablauf des Spiels

Jede Hand wird nach einem vorgegebenen Ablauf gespielt, der niemals verändert wird oder werden sollte.

Bevor die Karten gegeben werden, wirft der Dealer einen Blick auf den Spieltisch – insbesondere auf die Einsätze in den Einsatzflächen, um zu gewährleisten, dass alle Einsätze den Limits entsprechen. Je nach Spielbank kann es sein, dass der Dealer Spieler bittet, Einsätze zu korrigieren, die unter oder über den Tischlimits liegen, oder ein Pit Boss gerufen wird, um den Spieler Anweisungen zu geben. Es kann außerdem sein, dass der Dealer einem Spieler, der noch keinen Einsatz gemacht hat, mitteilt, dass die Hand nun gespielt wird – und sei es nur durch kurzes Innehalten. Der Dealer kann vor dem Geben der Karten „all bets in“ rufen, obwohl dies oft übersprungen wird, wenn alle Spieler der vorherigen Hand wieder Einsätze gemacht haben.

Die Karten werden im Uhrzeigersinn von der Linken des Dealers gegeben. Der Dealer erhält zuletzt seine Karten. Alle Spieler erhalten ihre erste Karte, dann ihre zweite. Sobald alle Karten gegeben wurden, deckt der Dealer seine „upcard“ auf, und das Spiel beginnt.

Jeder Spieler spielt seine Hand in derselben Reihenfolge, in der die Karten gegeben wurden – im Uhrzeigersinn vom Spieler zur Linken des Dealers. Wenn ein Spieler einen Blackjack zieht, wird dieser Einsatz sofort ausgezahlt (sobald der Spieler an der Reihe ist). Der Dealer sammelt seine Karten ein. Wenn der Spieler sich überkauft, sammelt der Dealer sowohl die Karten als auch die Jetons ein. Am Ende der Runde spielt der Dealer seine eigene Hand.

Wenn der Dealer stehenbleibt oder sich überkauft, werden in umgekehrter Reihenfolge, also ausgehend vom Spieler zur Rechten des Dealer, die Karten eingesammelt und die Einsätze ausgezahlt oder ebenfalls eingesammelt. In der Regel sammelt der Dealer die Einsätze ein oder zahlt sie aus und sammelt in einer zweiten Runde die Karten ein, die auf dem Tisch geblieben sind.

Das Ende einer Hand ist für die Spieler ein typischer (und in den meisten Fällen angemessener) Zeitpunkt, um Transaktionen vorzunehmen (also Jetons zu kaufen oder umzuwechseln) oder ins Spiel einzusteigen bzw. es zu verlassen.

Wenn die Schneidekarte nicht gezeigt wird, wird die nächste Hand vom gleichen Kartenspiel oder Kartenschlitten gegeben. Andernfalls müssen die Karten gemischt werden.

Das Mischen

Es gibt viele verschiedene Mischtechniken, die von Kasino zu Kasino und oftmals sogar von Dealer zu Dealer innerhalb eines Kasinos abweichen. Einige Techniken sind angeblich anspruchsvoll und erfordern das Befolgen eines bestimmten Ablaufs durch den Dealer. In den meisten Fällen werden die Karten jedoch unabhängig von der präzisen Technik ausreichend gemischt.

Die unkomplizierteste Mischtechnik ist das Riffeln. Hier werden die Karten aus der Kartenablage auf den Stapel der nicht gegebenen Karten gelegt und anschließend in kleinere Stapel unterteilt. Die Anzahl der Stapel hängt dabei von der Anzahl der Kartenspiele ab. Die Stapel werden anschließend zusammengeriffelt. Die Riffeltechnik kommt in der Regel mindestens zweimal, meistens jedoch drei- oder viermal zum Einsatz, um eine ausreichend zufällige Reihenfolge der Karten zu gewährleisten.

Es gibt drei verschiedene Varianten der grundlegenden Mischtechnik:

  • Plugging—anstatt die ungegebenen Karten auf die Karten aus der Kartenablage zu legen oder umgekehrt, steckt der Dealer sie nacheinander in kleinen Mengen in den Stapel aus der Kartenablage.
  • Stripping—der Dealer nimmt das Kartenspiel, oder Teile davon, und baut sie in den Stapel ein, indem einige Karten von oben und unten hinzugefügt werden.
  • Washing—der Dealer mischt das Kartenspiel, oder Teile davon, indem die Karten verdeckt auf den Spieltisch gelegt, ausgebreitet und in kreisförmigen Bewegungen miteinander vermischt bzw. durchwühlt. Dies kommt äußerst selten und meist nur bei neuen Kartenspielen zum Einsatz.

Diese Techniken werden in der Regel angewandt, um „Clumping“ entgegenzuwirken. Wegen der Art und Weise, wie die Karten eingesammelt werden, kann es in Teilen des Kartenspiels zu einer überhöhten Ansammlung hoher Karten kommen. Dies kann sich nachteilig auf Spieler auswirken, die keine Gruppen von Karten im Auge behalten (und sich nachteilig auf die Spielbank auswirken, wenn Spieler dies tun). Einige Dealer integrieren diese Techniken ganz selbstverständlich in ihre Mischtechnik.

Austauschen eines Kartenspiels

Bei per Hand gegebenen Spielen kommt es ziemlich häufig vor, dass Kartenspiele gegen neue ausgetauscht werden, da die Karten häufiger als bei per Kartenschlitten gegebenen Karten gemischt (und dadurch evtl. verformt werden) und von den Spielern gehalten werden (und somit durch Schweiß und Öl, in einigen Fällen sogar schlichtweg mit Schmutz, verunreinigt werden). Das Deck kann auch ausgetauscht werden, wenn eine oder mehrere Karten beschädigt wurden, der Verdacht einer Markierung vorliegt oder die Spielbank dies für angebracht hält.

Um Kartenspiele auszutauschen, müssen die alten Karten zuerst vom Spieltisch entfernt werden, bevor die neuen gebracht werden. Der Pit Boss sammelt die Karten ein, überprüft den Kartenschlitten, die Kartenablage, die sonstige Ausstattung sowie den allgemeinen Bereich, um zu überprüfen, ob alle Karten eingesammelt wurden. Diese Karten werden in der Regel in Stapel unterteilt und ohne genaue Reihenfolge (die Karten werden nicht am Tisch in ihre ursprüngliche Reihenfolge gebracht) in ihre Schachteln zurückgelegt und in einer Plastiktüte versiegelt. Diese Plastiktüte wird in eine verschließbare Kiste unter dem Tisch gelegt. In einigen Spielbanken wird vom Dealer und vom Pit Boss ein Schein unterzeichnet und in die Tüte gelegt, oder aber ein Klebebandsiegel unterzeichnet. Interessant ist, dass gebrauchte Karten in der Regel später inspiziert und die Kartenspiele in die richtige Reihenfolge gebracht und erneut versiegelt werden. Sie können dann Spielern als kostenlose Zuwendungen geschenkt oder im Souvenirladen des Kasinos verkauft werden.

Sobald die alten Karten entfernt wurden, werden neue Kartenspiele an den Spieltisch gebracht. Der Dealer entfernt das Cellophan, muss jedoch stets auf den Pit Boss warten, bis das Siegel geöffnet wird. In einigen Fällen können Kartenspiele ungenutzte Karten (z. B. Joker) enthalten, die aus dem Spiel genommen werden. Der Dealer und der Pit Boss inspizieren die Kartenspiele verdeckt, um zu gewährleisten, dass keine Fehler oder Markierungen sich auf der Rückseite befinden. Anschließend breitet der Dealer die Kartenspiele offen auf dem Tisch aus, um sie auf Vollständigkeit zu überprüfen.

Nachdem die Kartenspiele für tauglich befunden wurden, werden die Karten gründlich durchwühlt und gemischt. Dann geht das Spiel weiter.

Dealerwechsel

In den meisten Kasinos wechseln die Dealer recht häufig – manchmal sogar alle halbe Stunde. Der Hauptgrund für diese häufigen Wechsel ist Sicherheit: die hinterlistigsten Betrügereien erfolgen durch eine Absprache zwischen einem Spieler und einem Mitarbeiter, in der Regel einem Dealer. Wenn Dealer regelmäßig ausgewechselt werden, reduziert das die Möglichkeit eines Spielers oder eines Dealers, zusammen gegen die Spielbank zu spielen.

Der Dealerwechsel wird gemäß einem besonderen Ablauf ausgeführt, um zu gewährleisten, dass nichts vom gehenden an den kommenden Dealer übergeben wird und nichts vom Spieltisch entfernt oder an den Spieltisch gebracht wird. Dies ist für Spieler und die Spielbank gleichermaßen wichtig, um ein faires Spiel zu gewährleisten.

Ein kommender Dealer kommt von der Reihe an Spieltischen und steht hinter dem gehenden Dealer – während des Wechsels kommt es zu keinem körperlichen Kontakt zwischen den Dealern, bis auf das Antippen der Schulter des gehenden Dealers durch den kommenden Dealer, um die Anwesenheit mitzuteilen.

Der gehende Dealer spielt die Hand zu Ende, die er gegeben hat, oder beendet die Transaktion, bevor der Wechselablauf („clapping out“) beginnt. Dieser Ablauf besteht in der Regel darin, dass das Kartenspiel oder der Kartenschlitten in die Mitte des Spieltisches gelegt wird und der gehende Dealer (als Zeichen für den Pit Boss) in die Hände klatscht. Der gehende Dealer zeigt sowohl den Spielern (um ihnen zu zeigen, dass er den Spieltisch ohne Karten verlässt) als auch den Kameras (um ihnen zu zeigen, dass er den Spieltisch ohne Jetons verlässt) beide Seiten der Hände. Die Handflächen des Dealers zeigen weiterhin nach oben, bis er sich vom Tisch entfernt hat und die Gruppe an Spieltischen verlässt.

Sobald der gehende Dealer fort ist, steigt der kommende Dealer ein („tap in“). In der Regel zeigt er den Spielern und der Kamera seine Hände (um zu zeigen, dass er nichts mit ins Spiel bringt) und tippt auf die Kante der Ablage (als Zeichen für den Pit Boss), bevor das Spiel weitergeht. Im Allgemeinen mischt der kommende Dealer nicht die Karten (es sei denn, dies ist nötig, da die Schneidekarte zu sehen ist – und selbst dann mischt der gehende Dealer in der Regel, bevor er den Tisch verlässt), doch entfernt in der Regel die erste Karte des Kartenspiels, bevor das Spiel weitergeht.

Änderung der Limits

An den meisten Spieltischen bleiben die Mindest- und Höchsteinsätze vom Öffnen bis zum Schließen des Spieltisches unverändert. Es kommt jedoch vor, dass das Limit an Spieltischen mit niedrigeren Limits zu besucherstarken Zeiten erhöht (von 5 USD auf 10 USD oder je nach Wettfreude der Spieler sogar 25 USD) oder reduziert wird, wenn die höheren Limits nicht genügend Spieler zum Spielen veranlassen.

Nur der Pit Boss (und niemals der Dealer) ist dazu berechtigt, die Tischlimits anzupassen. Es gibt keine formellen Abläufe für das Ändern eines Tischlimits, doch es gibt einige wenige allgemein gültige Praktiken. Im Allgemeinen wird ein Limit nicht sofort erhöht, es sei denn, die Spieler machen ohnehin bereits höhere Einsätze. Der Pit Boss stellt einen Hinweis auf, mit dem die höheren Limits des Spieltisches angekündigt werden, und teilt den Spielern dies ebenfalls mit. Der Kartenschlitten wird jedoch in der Regel zu den vorherigen Limits zu Ende gespielt. Ein ähnlicher Ablauf kann zur Anwendung kommen, wenn ein oder mehrere Spieler zum Höchsteinsatz eines Spieltisches spielen, an dem die Limits verringert werden. Es kommt jedoch nicht häufig vor, dass Spieler auf diesem Niveau Einsätze machen oder die Spielbank die Limits an einem Spieltisch reduziert, an dem sogar nur ein Spieler sitzt.

Fehlverhalten

Fehler kommen an einem Blackjack-Spieltisch nicht gerade selten vor und werden gemäß der Vorgehensweisen der örtlichen Glücksspielkommission gehandhabt. Dem Dealer, dem Pit Boss und dem Kasino bleiben für die Handhabung in der Regel wenig Spielraum. Im Folgenden werden die häufigsten Fehlverhalten und ihre Handhabung dokumentiert:

Wenn ein Spieler seinen Einsatz nicht in den dafür vorgesehenen Bereich legt, lässt ihn der Dealer aus. Wenn der Dealer sich weigert, einem Spieler, der einen Einsatz gemacht hat, Karten zu gehen, muss dieser eine Runde aussetzen. Karten werden niemals zurückbehalten oder außerhalb der Reihenfolge gegeben, um einen Spieler einzubeziehen, der nicht auf der Höhe des Spielverlaufs ist.

Wenn der Einsatz eines Spielers über oder unter dem Limit der Spielbank liegt, kann der Dealer den Spieler bitten, den Einsatz zu korrigieren, oder den Pit Boss rufen, um die Korrektur vorzunehmen. Sobald jedoch die Karten gegeben wurden, steht der Einsatz unabhängig von den Tischlimits.

Wenn ein Spieler zu einem zusätzlichen Einsatz, der über dem ursprünglichen Einsatz liegt, verdoppeln oder teilen möchte, kann der Dealer den Spieler auf gleiche Weise bitten, den Einsatz zu korrigieren, oder den Pit Boss rufen, um die Korrektur vorzunehmen. Sollten Karten gegeben worden sein, bevor der Fehler bemerkt wurde, steht der Einsatz.

Falls der Dealer einem Spieler versehentlich nur eine Karte gibt, kann der Spieler sich aussuchen, eine zweite Karte zu erhalten, wenn er an der Reihe ist, oder die Runde aussetzen. Die zweite Karte wird erst dann gegeben, wenn alle anderen Spieler ihre Karte erhalten haben – entweder, nachdem die restlichen Spieler ihre Hand erhalten haben, oder wenn der Spieler an der Reihe ist.

Falls der Dealer versehentlich eine Karte aus dem Kartenschlitten zieht und der Kartenwert nicht zu sehen war, wird die Karte bei der nächsten Gelegenheit verwendet. Falls der Kartenwert zu sehen war, kommt sie auf die Ablage. Wenn der Dealer eine aufgedeckte Karte aus dem Kartenschlitten zieht, kommt diese ebenfalls auf die Ablage.

Wenn der Dealer versehentlich eine weitere Karte zieht, obwohl seine Hand bereits das Limit erreicht hat (Hard 17), wird diese Karte der Hand nicht hinzugerechnet, sondern abgelegt.

Wenn ein Dealer mit dem Geben einer neuen Hand beginnt, nachdem die Schneidekarte zum Vorschein kam, wird die Hand mit den übrigen Karten zu Ende gespielt. Falls die Karten während dieser Runde ausgehen, werden die Karten aus der Kartenablage gemischt und bis zum Ende der Runde verwendet.

Schließen eines Spieltisches

Es kommt für das Kasino nicht in Frage, einen Spieltisch zu schließen, solange auch nur ein Spieler spielt – diese Vorgehensweise gilt nur für leere Spieltische (und in Kasinos, die zu einer bestimmten Zeit schließen, werden die Spieler vorher aufgefordert, das Kasino zu verlassen, bevor der Tisch geschlossen wird). Der Vollständigkeit halber wird das Verfahren für das Schließen eines Spieltisches im Folgenden beschrieben:

Der Dealer holt den Deckel unter dem Tisch hervor und legt ihn auf die Ablage, verschließt sie jedoch erst, nachdem das Kartenspiel entfernt wurde (die Karten gesammelt, verpackt und mit der entsprechenden Dokumentation versiegelt wurde).

Die gesamte Spielausstattung wird inspiziert und anschließend vom Tisch geräumt und in eine Schublade darunter gelegt. Dann zählt der Dealer in der Gegenwart des Pit Bosses die Jetons des Spieltisches. Ein Bestandsschein wird ausgefüllt, unterzeichnet und in den Schlitz geworfen. Zu guter Letzt wird die Abdeckung abgeschlossen.